Zu Produktinformationen springen
1 von 7

Rundhalspullover Karneval Gegen Kapitalismus

Rundhalspullover Karneval Gegen Kapitalismus

Normaler Preis €59,95 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €59,95 EUR
Sale Ausverkauft
Preis inkl. MwSt. zzgl. Versand, GRATISVERSAND ab 50 EUR Gesamtbestellwert
FARBE
GRÖSSE

SECURE PAYMENT

American Express Apple Pay Bancontact EPS Google Pay iDEAL Wero Klarna Maestro Mastercard MobilePay PayPal Shop Pay Union Pay Visa

Das Motiv für Juni 2026 führt uns zurück zu den Ereignissen des J18 bzw. des 18. Juni 1999, als Demonstrant*innen das Londoner Finanzviertel lahmlegten, um gegen die Ungerechtigkeiten des globalen Kapitalismus zu protestieren.

Der Karneval gegen Kapitalismus war zeitlich auf den 24. G8-Gipfel im englischen Birmingham abgestimmt und umfasste koordinierte antikapitalistische Demonstrationen in vierzig (!) verschiedenen Ländern. Er war einer der „Globalen Aktionstage“, zu denen das Netzwerk „People’s Global Action“ aufgerufen hatte; dieses war aus einer Reihe internationaler Treffen hervorgegangen, die von der Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN) in Chiapas, Mexiko, initiiert worden waren.

Die Teilnehmenden verteilten eine Publikation mit dem Titel „Evading Standards“, in der sie ihre Kapitalismuskritik im Format der Londoner Zeitung „The Evening Standard“ äußerten. Zudem erschien eine 32-seitige Broschüre, in der die Funktionen und Standorte all jener Institutionen, Banken und Unternehmenszentralen in der Londoner Innenstadt aufgeführt, die für das Funktionieren des globalisierten Kapitalismus von zentraler Bedeutung waren. Ebenso wurden die gehobenen Bars, Pubs und Restaurants aufgelistet, in denen die Londoner Finanzelite zusammenkam, um Geschäfte zu tätigen und Kontakte zu knüpfen.

Ein Rückblick auf die Ereignisse vom 18. Juni 1999 aus dem Jahr 2017 hält unter anderem Folgendes fest:

„Tausende von Demonstrant*innen versammelten sich am Bahnhof Liverpool Street. Die Organisator*innen verteilten Masken in vier verschiedenen Farben, und die Teilnehmenden teilten sich in vier verschiedene Demonstrationszüge auf, um die Polizei zu verwirren und zu zersplittern; zudem bildeten sich ein spontaner fünfter Zug sowie eine ‚Critical Mass‘ aus Hunderten von Radfahrenden. Die Züge trafen an der London International Financial Futures Exchange (LIFFE) zusammen; dort hängten sie Transparente auf, öffneten einen Hydranten als Symbol für die Befreiung des unter Londons Straßen verlaufenden Flusses, versahen die Wände mit Graffiti, setzten Überwachungskameras außer Gefecht und bauten Soundanlagen für DJs und Punkbands auf. Es folgte ein turbulenter Nachmittag voller Tanz, ausgelassener Stimmung und Straßenkämpfen, bei denen die Teilnehmenden den Eingangsbereich des LIFFE-Gebäudes zumauerten, eindrangen und das Erdgeschoss verwüsteten – und beinahe die Londoner Börse selbst zerstört hätten. Als Reaktion darauf ging die Polizei mit Tränengas und berittenen Einheiten gegen die Menge vor und überfuhr eine Demonstrantin mit einem Einsatzwagen, wobei sie sich das Bein brach.

Im Nachhinein stellten die Teilnehmenden fest, dass sie der Besetzung des Börsenparketts sehr nahe gekommen waren. Dies erinnert uns daran, dass unsere verrückten Pläne manchmal tatsächlich gelingen – und dass wir uns entsprechend darauf vorbereiten sollten.

Die Ereignisse vom 18. Juni 1999 ebneten den Weg für die historischen Demonstrationen gegen den Gipfel der Welthandelsorganisation (WTO) in Seattle, die später im selben Jahr stattfanden. Dies katapultierte die antikapitalistische Bewegung – die von zaghaften Journalist*innen hartnäckig als ‚Antiglobalisierungsbewegung‘ bezeichnet wurde – ins öffentliche Bewusstsein und trug zum Wiedererstarken des Anarchismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts bei. […]

Aus heutiger Sicht besticht der ‚Karneval gegen den Kapitalismus‘ durch seinen spielerischen, freudvollen Charakter. Er war zwar konfrontativ, doch sein Erfolg beruhte darauf, Menschen in unbeschwerter, gemeinschaftlicher Aktion zusammenzubringen – ein scharfer Kontrast zu der verbissenen Gewalt, die von der humorlosen Polizei ausging. Heute, da anhaltende staatliche Gewalt soziale Bewegungen in eine kämpferische Haltung gezwungen hat, täten wir gut daran, uns an die erfinderische Energie jener Tage zu erinnern – nicht, um uns in einem düsteren Schlagabtausch mit Faschisten und dem Staat zu verlieren, sondern um uns bewusst zu machen, dass unsere wichtigste Aufgabe darin besteht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, indem wir eine erfüllendere Lebensweise vorleben.“

Wir freuen uns sehr, dass wir den in Rio de Janeiro ansässigen Tom Pereira für die Gestaltung des diesmonatigen Designs in Erinnerung an J18 gewinnen konnten. Als Tätowierer ist Tom unter dem Namen Tint4Preta bekannt. Er ist der Gründer des „Tempo Estúdio“ im Rios Nordzone und gehört zudem zum Team des „Studio da Colina“, ein Tattoo-Studio, das sich ausschließlich dem Fußballverein Vasco da Gama widmet.

Achtung: Made-to-Order-Auftragsfertigung

Du bestellst und wir produzieren das Produkt exklusiv nur für dich! So vermeiden wir gemeinsam Überproduktion und schonen die Umwelt. Die Lieferzeit beträgt daher mit durchschnittlich 15-20 Arbeitstagen nach Zahlungseingang etwas länger als bei vorproduzierter Massenware. Vielen Dank für dein Verständnis! Mehr Infos unter „Versand und Lieferung“.

Wichtig: Nimm dir bitte genug Zeit, die richtige Größe auszuwählen. Die Größentabelle findest du am Ende der Produktbildergalerie. Da alle Produkte extra für dich angefertigt werden und Rücksendungen bzw. ein Umtausch für uns mit erheblichem Mehraufwand und Geschäftsrisiken verbunden sind, bitten wir dich besonders herzlich, dir bei der Größenauswahl ausreichend Zeit zu nehmen. Wir empfehlen dir neben dem genauen Studium der Größenangaben im Zweifel immer, lieber eine Nummer größer zu bestellen. So kannst du ausschließen, dass dir das Teil zu klein ist. Ungetragene Ware mit Material- oder Druckfehlern kannst du selbstverständlich reklamieren.

Marke: Earth Positive, Continental Clothing

Material: 100 Prozent Biobaumwolle

Druck und Veredelung: Hochwertiger haut- und umweltverträglicher Druck, Direct-to-Garment (DTG) oder Direct-to-Film (DTF), abhängig vom Motiv und Textil.

Pflege: Wichtige Pflegehinweise findest du am unteren Ende unserer Webseite.

Hinweis zu Farben: Da jeder Bildschirm Farben etwas anders darstellt und Textilien je nach Charge und Material leicht variieren können, sind geringe Farbabweichungen zwischen der Produktdarstellung und dem gelieferten Artikel möglich. Das ist beim Druck auf Stoff ganz normal und stellt keinen Mangel dar.

Hinweis: Falls deine Größe oder Farbe ausnahmsweise einmal nicht lieferbar sein sollte, behalten wir uns vor, dir alternativ ein vom Material her gleichwertiges Textil in Bioqualität eines anderen Mitgliedsunternehmen der Fair Wear Foundation zuzuschicken.

---

Produktsicherheit gemäß GPSR

Dieses Produkt entspricht den Anforderungen der EU-Produktsicherheitsverordnung (General Product Safety Regulation, GPSR – Verordnung (EU) 2023/988).

Verantwortliche Person (EU): Anton Wundrak Mantovanini, dna merch | Solidarische Textilien, Richardstr. 60, 12055 Berlin, E-Mail

Bei Fragen zur Produktsicherheit wende dich gerne an die oben genannte Kontaktperson.

Vollständige Details anzeigen